
Monitoringergebnisse bestehen in der Regel aus Zahlen, Fakten und Analysen. Um die dafür sehr unterschiedlichen Zielgruppen – von Fachämtern über politische Entscheidungsträger*innen bis hin zu interessierten Bürger*innen – erreichen zu können, braucht es eine klare und zielgruppenorientierte Darstellung. So können das Verständnis für die teils komplexen Daten erleichtert sowie fundierte Diskussionen unterstützt werden. Außerdem werden Relevanz und Wirkung der lokalen Integrationsmaßnahmen transparent und zugänglich kommuniziert.
Nachfolgend finden Sie einige Anregungen sowie Praxisbeispiele, die in einem Austauschtreffen der Großstadtrunde „Integrationsmonitoring“ mit bayerischen Großstädten gesammelt und diskutiert wurden.
Warum und für wen sollen die Daten veröffentlicht werden?
Ziele der Veröffentlichung
Die Veröffentlichung kommunaler Monitoringdaten verfolgt verschiedene Ziele, die je nach Kontext und Adressat*innen unterschiedlich gewichtet sein können. Im Folgenden sind zentrale Zielsetzungen aufgeführt, die mit der Bereitstellung dieser Daten verbunden sind.
- Argumentationsgrundlage
- Faktenbasierte Informationen
- Sichtbarkeit von Handlungsbedarfen
- Dienstleistung an Externe auf Nachfrage
- Transparenz
Potenzielle Zielgruppen
Bei der Veröffentlichung kommunaler Monitoringdaten ist es wichtig, die unterschiedlichen Zielgruppen gezielt zu berücksichtigen. Je nach Adressat*innen variieren Informationsbedarfe, Nutzungsinteressen und Zugänge zu den bereitgestellten Daten.
- Stadtrat, Stadtpolitik
- Integrationsbeiräte
- Lokale Akteur*innen
- Bevölkerung
- Wissenschaft, Fachöffentlichkeit
Welche Veröffentlichungsformate und -wege sind vorstellbar?
Grafiken
Für die Präsentation von Ergebnissen eines kommunalen Integrationsmonitorings ist es besonders wichtig, ansprechende und leicht verständliche Grafiken zu nutzen. Sie helfen dabei, komplexe Zahlen und Zusammenhänge auf einen Blick erfassbar zu machen und die zentralen Aussagen klar zu vermitteln.
- Für: PowerPoint-Präsentation, Handouts, Publikationen, Website, digitale Infostelen etc.
- Bei: Sitzungen des Stadtrats und Integrationsrat, Pressekonferenzen, Veranstaltungen, Netzwerktreffen etc.
Publikationen
Die grafische Darstellung und Gestaltung von Monitoringdaten in Publikationen wird in der kommunalen Praxis sehr unterschiedlich umgesetzt. Nachfolgend werden konkrete Beispiele aus verschiedenen Städten und Landkreisen vorgestellt, die verschiedenen Optionen und Konzepte anschaulich und praxisnah verdeutlichen.
- Stadt Heilbronn: Integrationsbericht der Stadt Heilbronn
- Stadt Offenbach: Aktuelle Ergebnisse des Integrationsmonitorings für die Stadt Offenbach
- Stadt Frankfurt: Frankfurter Integrations- und Diversitätsmonitoring
- Landkreis Peine: Integrationsmonitoring. Kennzahlen und statistische Daten
- Stadt Ansbach: Integrationsbericht
Pressekonferenz, Pressemitteilung
Ergebnisse aus dem kommunalen Integrationsmonitoring lassen sich durch eine Pressemitteilung bzw. -konferenz effektiv einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Sie ermöglicht es, zentrale Erkenntnisse direkt zu erläutern, Zusammenhänge verständlich darzustellen und Fragen der Medien zu klären, wodurch Transparenz und Glaubwürdigkeit der kommunalen Integrationsarbeit gestärkt werden.
Stadt Wuppertal: Pressemitteilung Integrationsmonitoring 2025
Fach- bzw. Begleitveranstaltungen
Begleitveranstaltungen zur Veröffentlichung der Ergebnisse eines kommunalen Integrationsmonitorings bieten die Möglichkeit, Daten einzuordnen, zu erläutern und gemeinsam zu diskutieren.
Stadt Wuppertal: Integration gemeinsam weiterdenken – Wuppertaler Fachkräfte diskutieren Ergebnisse des Integrationsmonitorings 2025
Digitale Formate
Die Präsentation von Monitoringergebnissen in digitalen Formaten wie Websites bietet einen hohen Gestaltungsspielraum und ermöglicht eine flexible Anpassung der Inhalte. Nutzer*innen können interaktiv auf Daten zugreifen, Details einblenden oder Diagramme filtern, während Aktualisierungen in Echtzeit vorgenommen werden können. Auch in der Umsetzung und Gestaltung der digitalen Formate ist eine Vielzahl von Optionen vorstellbar bzw. bereits in der Praxis realisiert.
- Kanton Basel-Stadt: Integrationsindikatoren
- Statistisches Bundesamt: Dashboard Integration
- Stadt Nürnberg: Statistische Daten zur Stadt Nürnberg
- Stadt Oberhausen: Oberhausener Informationssystem
- Landkreis Rastatt: Integrationsmonitoring
- Stadt Regensburg: Zukunftsbarometer Regensburg
- Stadt Wuppertal: Integrationsmonitoring der Stadt Wuppertal
Bildquelle: pexels.LukasBlazek
