Kernindikatoren für kommunale Integrationsberichte

31.03.2026

Die vorliegende Aufstellung von Indikatoren wurde im Rahmen einer Bayerischen Großstadtrunde gemeinsam mit diesen erarbeitet. Ein besonderer Dank gilt den Städten Erlangen, Fürth, Ingolstadt, München, Nürnberg und Regensburg für ihre fachliche Mitwirkung und den gemeinsamen Austausch.

Ziel war es, eine praxistaugliche Grundlage für kommunale Integrationsberichte zu entwickeln, die sowohl Orientierung bietet als auch flexibel eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt steht ein Set von Kernindikatoren, das zentrale Themenfelder kommunaler Integrationsarbeit abbildet und zugleich individuell an die jeweiligen örtlichen Rahmenbedingungen durch Ergänzungen angepasst werden kann. Die gemeinsame Struktur soll eine bessere Vergleichbarkeit zwischen Kommunen ermöglichen und den fachlichen Austausch über Entwicklungen und Handlungsbedarfe erleichtern. Gleichzeitig soll die Aufstellung insbesondere Kommunen, die neu in das Arbeitsfeld einsteigen, den Zugang erleichtern und erste Anhaltspunkte für den Aufbau eines eigenen Integrationsmonitorings bieten.

Datenbasis

Die Auswahl der Indikatoren beruht auf dem Indikatorenset der KGSt – Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement:
Integrationsmonitoring 2.0 (13/2020) (für Mitglieder)

Migrationshintergrund

Der Umgang mit dem Thema Migrationshintergrund im kommunalen Integrationsmonitoring ist und bleibt anspruchsvoll, da er mit einer hohen Komplexität verbunden ist, die so kaum darstellbar ist. Zwar haben sich einzelne bayerische Kommunen bereits intensiv mit der Frage beschäftigt, wie ein reflektierter und differenzierter Umgang aussehen kann (Mehr hier). In der Praxis ist die Aussagekraft jedoch häufig durch die verfügbaren Daten begrenzt: Bei vielen Indikatoren kann derzeit lediglich nur nach Staatsangehörigkeit unterschieden werden. Für die Darstellung im Integrationsbericht empfiehlt es sich daher, bei jedem Indikator transparent zu kennzeichnen, auf welcher Grundlage der „Migrationshintergrund“ jeweils erfasst wurde – etwa über die Staatsangehörigkeit oder durch eine Ableitung mittels KOSIS/MigraPro.

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Bildquelle: pexels